Gutes Sehen gibt Sicherheit

Das Verkehrsgeschehen wird zu mehr als 90 Prozent über das Auge wahrgenommen. Das macht deutlich: Wer gut sieht, fährt besser und reagiert schneller.

Tipps:

  • Sehkraft regelmässig vom Augenarzt oder Optiker überprüfen lassen. Ab 40 Jahren verändert sich meistens die Sehfähigkeit. Das kann die Sicherheit im Strassenverkehr beinträchtigen.
  • Bei Nachtblindheit und starker Blendempfindlichkeit: Nachts besser nicht ans Steuer.
  • Augen schützen: Bei grellem Sonnenlicht eine Sonnenbrille tragen.
  • Bei starker Blendung durch niedrig stehende Sonne kann das Verstellen der Sitzposition im Auto helfen: z.B. Sitz höher, Rückenlehne gerader.
  • Das Tiefensehen ist für das Einschätzen von Distanzen und Geschwindigkeiten verantwortlich – und für das Lenken eines Fahrzeuges unabdingbar.
  • Mit Gleitsichtbrille kann das Auge Mühe haben, von Weit- auf Nahsicht umzustellen. Die Veränderung der Sitzposition kann helfen: Der Blickwinkel verändert sich, die Tachoanzeige ist mühelos zu sehen.
  • Intakte Scheibenwischer verhindern Schlieren auf den Scheiben.
  • Im Winter auch Heck- und Seitenscheiben enteisen. Nur so ist das Verkehrsgeschehen wirklich wahrzunehmen.
  • Kein Alkohol am Steuer. Und schon gar nicht im Mix mit Medikamenten. Distanzen sind nach Alkoholgenuss schwieriger einzuschätzen, weil die Augenlinse zu langsam von nah auf fern schaltet. Zudem beeinträchtigt der Alkoholgehalt im Blut das vernetzte Denken. Das Gehirn kann Eindrücke, die über die Augen und das Gehör wahrgenommen werden, nicht mehr genügend schnell verarbeiten. Die Wahrnehmung ist gestört, die Reaktion verzögert. Medikamente können die Wahrnehmung ebenfalls negativ beeinflussen.
  • Der Kontrollblick schafft Sicherheit. Auf den zweiten Blick sieht man mehr: z.B. Vortrittsmissachtung, Fussgänger, Velofahrer, Problematik der A-Säule, toter Winkel.

Mehr Informationen gibt die ACS-Broschüre «Gut sehen – sicher fahren».

Sichtbarkeit gibt Sicherheit

Wer im Strassenverkehr andere auf sich aufmerksam macht, verhindert Unfälle.

Tipps:

  • Fahren mit Licht am Tag ist für Motorwagen und Motorräder obligatorisch.
  • Abblendlichter bzw. Nebellampen einschalten: bei Nebel, Schneetreiben, starkem Regen und schlechten Sichtverhältnissen in der Dämmerung.
  • Nebelschlussleuchten nützen nur bei miserablen Lichtverhältnissen (Sichtweite weniger als 50 m). Bei besserer Sicht wieder ausschalten.
  • Im Pannenfall immer Pannendreieck aufstellen und Warnblinklichter am Auto einschalten. Zum Selbstschutz stets die Warnweste anziehen. Das kann Folgeunfälle verhindern.
  • Bei Stau auf der Autobahn Warnblinkanlage einschalten. So werden nachfolgende Fahrer auf die Gefahrensituation aufmerksam. Anlage ausschalten, wenn die stehende Kolonne erreicht ist.
  • Defekte Lampen sofort ersetzen.
  • Zweiradfahrer sollten sich hell kleiden. Sicherheitswesten erhöhen die Sichtbarkeit um das Fünffache.